Schlauer als Hautkrebs

Wissenschaftler versuchen, Schwarzen Hautkrebs zu besiegen. Dazu untersuchen sie jede Zelle einzeln, um nachzuvollziehen, wie Melanome Resistenzen gegen Therapien entwickeln.


Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 2’500 Menschen an sogenannten Melanomen, auch bekannt als Schwarzer Hautkrebs. Es ist eine aggressive Krebsart, die sich unbehandelt schnell ausbreiten kann und auf andere Organe übergreift.  

Die Krebszellen sind dabei sehr gewieft. Ein Tumor besteht nicht aus lauter gleichen Zellen, sondern aus ganz vielen verschiedenen Zellen unterschiedlichen Ursprungs und in unterschiedlichen Stadien ihrer Evolution. Einige von ihnen entwickeln Resistenzen gegen medizinische Wirkstoffe und mindern so die Wirksamkeit von Behandlungen.

Der medizinische Onkologe und Bioinformatiker Olivier Michielin vom Universitätsspital Lausanne will aufdecken, mit welchen Strategien sich Metastasen bildende Melanome austricksen lassen. Mit den aktuellen Behandlungsmethoden bleiben 20 Prozent der Patienten für mindestens zehn Jahre beschwerdefrei. «Wir sind dabei, diese Quote in den nächsten Jahren anzuheben. Mit den aktuellen Forschungsprojekten sind 50 Prozent zu erwarten, in naher Zukunft sogar noch mehr», sagt Michielin. 

Kontakt: Olivier Michielin, Olivier.Michielin(at)chuv.ch, +41 21 692 40 53

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