Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten
Seit 1904 befasste sich die Schweizerische Hochschulrektorenkonferenz (SHRK) in periodischen Sitzungen mit allen Angelegenheiten, die eine gegenseitige Verständigung oder eine gemeinsame Stellungnahme im Hochschulbereich erfordern. Im Zusammenhang mit der Neuordnung der hochschulpolitischen Strukturen hat sich das traditionsreiche Gremium per 1. Jan. 2001 als "Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten" neu konstituiert (Verein gemäss Art. 60ff. ZGB: Statuten) und erweiterte Aufgaben insbesondere gegenüber der Schweizerischen Universitätskonferenz (SUK) übernommen, darunter die strategische Mehrjahresplanung für den Bereich der universitären Hochschulen.
Mit der Zielsetzung, die gemeinsamen Anliegen ihrer Mitglieder zu fördern und deren Interessen wahrzunehmen, vertritt die CRUS die Gesamtheit der Schweizer Universitäten gegenüber politischen Behörden, Kreisen der Wirtschaft, sozialen und kulturellen Institutionen sowie gegenüber der Öffentlichkeit. Sie setzt sich ein für Koordination und Kooperation in Lehre, Forschung und Dienstleistungen und trägt so zur Sicherstellung von Bildung und Wissenschaft bei gemäss dem Auftrag und den Zielsetzungen der in ihr mitwirkenden Institutionen.
Die CRUS sorgt für die gegenseitige Information, die Harmonisierung akademischer Abläufe und Definitionen sowie für eine angemessene Aufgabenteilung unter den Universitäten und mit dem Fachhochschulbereich. Sie engagiert sich vermehrt auch in der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit entsprechenden Gremien der universitären Hochschulen anderer Länder. Deshalb ist ihr vom Bund die Koordination der Umsetzung der Bologna-Deklaration an den universitären Hochschulen der Schweiz übertragen worden.
Stimmberechtigte Mitglieder der CRUS sind die Rektoren bzw. Präsidenten der zehn kantonalen Universitäten und der beiden ETH. Geleitet von einem Vorstand (Präsident und zwei Vizepräsidenten) arbeitet die Konferenz mit Delegationen ihrer Mitglieder, z.T. auch mit Kommissionen und beigezogenen Experten, in verschiedenen Aufgaben- und Kompetenzbereichen:
- Strategie / Planung / Kooperation
- Zulassung und Aequivalenzen
- Qualitätssicherung / Evaluation / Akkreditierung
- Internationale Beziehungen und Mobilität
Die Geschäfte der CRUS werden von einem Generalsekretariat mit z.Zt. 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inkl. Mandate und Projekte) geführt, in das seit 2001 die bisherige Zentralstelle für Hochschulwesen (SZfH) sowie Teile des Stabes der bisherigen Schweizerischen Hochschulkonferenz integriert sind. Dieses Team gewährleistet umfassende Information für Studieninteressierte, Schulen, Amtsstellen, diplomatische Vertretungen und weitere Kreise des In- und Auslandes über Studiengänge, Zulassungsbedingungen, Äquivalenzen und Studienabschlüsse (Information/Dokumentation und Swiss ENIC). Im Auftrag des Bundes arbeitet die Informations- und Koordinationsstelle für die schweizerische Beteiligung am Mobilitätsprogramm ERASMUS und werden die Stipendien- und Austauschprogramme für Studien im Ausland (auch Cotutelles de thèse) verwaltet. In das Generalsekretariat integriert sind die Bologna-Koordination mit diversen Mandaten der SUK zur Umsetzung der Richtlinien sowie seit Anfang 2004 die Programmkoordination für den Swiss Virtual Campus (SVC).

